Gaststätten, von denen abzuraten ist

  • Passt hier rein:

    "Five Guys"

    Wir waren heute mal da, obwohl ich schon so ein Gefühl hatte, dass es Mist wird.

    Aber die Kolleginnen wollten das mal ausprobieren.


    Schon der erste Eindruck war Mist. Der Laden wirkt ungemütlich. Weiße Wände mit einigen (für mich im Nachhinein überhaupt nicht nachvollziehbaren) sich überschlagenden Lobeshymnen aus schädelspalterähnlichen Zeitungen von überall. Dazu kommen Gestank aus der offenen Küche und eine Krachkakophonie.


    Hinter dem Tresen stehen 15 Menschen (Quelle: ich). Die Karte ist recht übersichtlich. Es gibt Hamburger, Cheesburger und Baconcheeseburger. Mit zwei oder einem Patty. Keine unterschiedlichen Buns, dafür alles an Toppings, was so da ist. Das kann man dann individuell wählen. Pommes gibt es in zwei Würzvarianten, dazu noch Hotdogs und ich meine zwei Veggiesachen. Die Softdrinks kommen aus der Mixmaschine mit dem Touchbildschirm, bei der dann Himbeercola möglich ist. Man bekommt also nach der Bestellung schon mal den Becher zum selber Mixen. Auf dem Bon steht eine Nummer und dann wartet man in Mief und Lärm auf sein Essen und nuckelt schon mal am Softdrink. Das Essen kommt in einer Papiertüte. In dieser befinden sich die aus dem Pappbecher fallenden Pommes und der in ALUfolie (???) gewickelte Burger. Die Pommes sind okay (Mayo und Ketchup gibt es im Spender in eine kleine Plastikschüssel). Der Burger selber war keine Offenbarung. Das Fleisch war okay (wobei man nicht gefragt wird, wie man das Fleisch haben will), das Bun eher so ein Milchbrötchen. Es ließ sich tatsächlich schlecht essen. Am Ende war ich froh, dass eine Kollegin ihre Feuchttücher in der (Mama)Handtasche hatte. Insgesamt überladen mit den Toppings (okay zum Teil mein Fehler) und extrem fettig. Ich hätte danach gerne 2 Ouzu gehabt.


    Nun: Hätte ich für den Spaß 10€ bezahlt, dann würde ich jetzt gar nicht so meckern.

    Wie gesagt:

    Flair-Knastkantine

    Geruch-Fisch 2000 in Bremerhaven

    Lärm-Baustelle an der A2

    Burger: so am Signatureburger von MCD dran


    Ich habe aber knapp 18,00 € bezahlt.

    Und für 18€ bekomme ich in allen anderen Burgerläden der Stadt (und da schließe ich MCD und BK mit ein) deutlich mehr für mein Geld.

    Bescheuerter Hype und ich ärgere mich, dass ich da nicht deutlicher protestiert habe und die Damen ins Beef and Shake oder ins Harp oder in den Luchts Grill gelockt habe.

    Zum Glück waren aber auch die Damen recht enttäuscht.

  • Kann natürlich sein, dass die einfach ’nen schlechten Tag hatten. Aber ich denke, ich weiß genau, worauf du dich mit deiner Kritik am Burger beziehst. Und eben das, was dir nicht gefällt, macht für mich den Reiz aus. Für mich sind die Burger von Five Guys einfach „amerikanischer“ als die von anderen Läden. Kein anderer Burger, den ich in Deutschland gegessen habe, erinnert mich so an In-N-Out, Johnny Rockets oder TK Burgers.


    (Den Vergleich Whopper, Big Mac etc. zwischen hier und drüben lassen wir jetzt mal beiseite, die sind ja per Definition quasi identisch.)


    Der Preis ist zugegebenermaßen happig, gerade angesichts des wenig heimeligen Ambientes. Aber das juckt mich normalerweise nicht.


    Natürlich sind die Burger im Harp besser. Aber solange das keinen Ableger in Frankfurt eröffnet (und vermutlich sogar dann), werde ich auch in Zukunft ab und zu zu Five Guys gehen. ;)

  • Ich glaube einfach, dass zwischen "amerikanischen" Burgern und dem, was die hippen, kleinen Burgerläden verkaufen, ein grundsätzlicher Unterschied besteht. Und dass es daher auch Geschmackssache ist. Ich fand In-N-Out damals großartig. Das war aber auch Ewigkeiten vor der Zeit, als es in Deutschland gute Burger gab. Ob das jetzt noch so wäre, weiß ich nicht. Und ich weiß auch nicht, ob ich Five Guys irgendwann mal probehalber ne Chance geben möchte. Allein der Scheiß mit der Alufolie, weil das irgendwie deren unzeitgemäße Signatureverpackung ist, macht mich momentan wahnsinnig, obwohl ich nie da war.

  • Dass es beim Geschmack unterschiedliche Meinungen gibt, ist klar. Aber mMn rechtfertigt das den Preis nicht.

    Und warum es keine Tabletts gab und warum der Burger in Alu eingewickelt war und warum die offene Küche so laut und so stinkig war, ist mir nicht klar.

    Jim Block kocht ja auch offen und da ist es nicht so ungemütlich.

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  • Das ist auch für mich der springende Punkt! Ich wüsste nicht, welches Burger "Menü" einen Preis von 18 EUR rechtfertigen würde.


    Oder anders gesagt: mir wäre kein Burger Menü das Geld wert.

  • Zahle das für mein The Harp "Menü" - Burger Cosa Nostra 9,50 €, Chees Fries 4,50 €, Kilkenny 4,50 € - gerne, da gibt es natürlich keine Menü-Vergünstigungen, auch keine Mengenrabatte auf weitere Getränke.. :)

  • Ja, den Preis habe ich bei meiner Betrachtung tatsächlich außen vor gelassen. Aber ich stimme euch da komplett zu, zahle ich niemals dafür.

  • Man sollte aber mal die klassischen US Burger nicht mit den hippen Läden hier vergleichen. Die gibt es dort nämlich auch.

  • Am Strand von Coney Island hab ich den widerlichsten Burger aller Zeiten bekommen. Ein labberiges Brötchen, ein wabbeliger Patty aus der Warmhaltebox, on Top flüssiger Chemiekäse auf Knopfdruck aus einem 30 Liter Gehäuse.

    That's it, Folks.

    Auf dem Bild in der Speisekarte sah das komplett anders aus...

    Ich glaube das 8 Dollar aufgerufen wurden.

    War danach ein wenig konsterniert.

  • Keine Gaststätte im engeren Sinne, aber die Schmalzkuchen im Winter-Zoo schmecken mir nicht. Irgendwie muffig. Letztes Jahr war das auch schon so, daher scheint das auch kein einmaliger Ausrutscher zu sein.

  • Five Guys übrigens bisher mit satten 2,9 Sternen bei Google (172 Rezensionen). Scheint gut zu laufen für die.