Kiffen erlaubt?

  • Die Legalisierung, Ich bin dagegen eine weitere berauschende, gesundheits- und suchtgefährdende Droge freizugeben.

  • Die Legalisierung, Ich bin dagegen eine weitere berauschende, gesundheits- und suchtgefährdende Droge freizugeben.

    Ok, sehe ich 100% anders.
    Zum Glück schafft die Politik jetzt endlich Fakten mit der Legalisierung.
    Kümmert eh keine Sau, wer kifft und wer nicht. Gesellschaftlich wird das längst ignoriert bzw. hingenommen.
    Wer es machen will, tut es auch jetzt schon.
    Am Sonntag saßen 2 Leute am hohen Ufer und kifften fröhlich vor sich hin. Interessiert hat es niemanden.

  • So soll es sein. Ich habe jetzt zwar keine belegbaren Quellen, aber der volkswirtschaftliche Schaden, den Alkohol anrichtet, dürfte um ein vielfaches höher sein.

  • So, wie ich das verstehe, ist das erstmal nicht unbedingt eine Auswahl, sondern der Arzt muss Dir eines oder mehrere davon verschreiben.


    Was z.B. auch heißt, dass er Dir was verschreiben muss, was verfügbar ist, ansonsten hast Du ein Problem. (Dieses Problem hatte ein Freund von mir, der das verschrieben bekommt, schon in der Praxis.)


    Was in Konsequenz heißt: Die Versorgung ist momentan schlechter/schwieriger, als das bei Medikamenten normalerweise üblich ist.

  • Dass der Arzt erst verschreiben muss, ist mir schon klar. Dennoch finde ich es überraschend, wie viele verschiedene Sorten die Apotheke im Bestand hat, beziehungsweise bestellen kann. Hätte nicht gedacht, dass die schon so weit sind, da es ja bisher erst wenige (Schmerz –) Patienten als Kunden gibt.


    Ob wohl meine chronischen Rückenschmerzen ausreichend für ein Rezept sind?:grübel: :lookaround:

  • Ne, nicht richtig. Der Arzt evaluiert über mehrere Monate Menge, Dosis und Häufigkeit der Medizineinnahme. Irgendwann hat man seine Sorten, die am besten helfen, evaluiert. Das bedeutet nicht, dass man die Sorten nicht wechseln kann. Ich habe meine 3 Sorten ungefähr ermittelt. Sollte davon eine nicht verfügbar sein, dann nehme ich eine andere Sorte, die etwa das gleiche Therpenprofil hat. Es gib auch viele Patienten, die sich aus dem Gras Kekse backen, Müsli machen, aus den verdampften Resten Tee herstellen. Die Möglichkeiten sind unendlich.

    Ich beispielsweise schaue mir an, was bei der Falken-Apotheke verfügbar ist, schreibe eine Mail 1-2 Wochen bevor ich ein Rezept bestelle, dass mir die Sorgen bitte reserviert werden. Wenn die Reservierung bestätigt ist, dann schreibe ich meinem Arzt eine Mail, was und wieviel ich benötige. Am nächsten Tag fahre ich zum Arzt und hole das Rezept nur ab. Ich brauche nicht mehr den Arzt konsultieren, da er weiß, dass ich weiß, was mir am besten hilft. Zack, im Auto vom Arzt zur Apotheke anrufen, dass ich gleich die Medizin abholen möchte, zack fertig.
    Wenn Cannabis dann in Shops verfügbar sein wird, werde ich sicher auch die Theke durchtesten.


    Cheers.

  • Ob wohl meine chronischen Rückenschmerzen ausreichend für ein Rezept sind?:grübel: :lookaround:

    70% aller Patinenten sind Schmerzpatienen. Bei mir ist eine Diagnose Bandscheibenvorfall/Rückenschmerzen. Also, definitiv, ja, wenn du einen Arzt findest, der es dir verschreibt. Wenn du dann einen Antrag für die Krankenkasse benötigst, dass die die Kosten übernehmen sollen, dann einfach Bescheid sagen. Ich habe meinen Antrag selber geschrieben, der Arzt hat ihn unterschrieben und dann ab dafür. Der erste formlose Antrag wurde abgelehnt, dann habe ich das in die Hand genommen und den Arzt-Fragebogen der Krankenkasse selber beantwortet, mit Klage gedroht - fertig. Kostenübernahme für maximal 100 Gram im Monat.

  • Du schreibst Auto, da kommt mir gerade der Gedanke wie das geregelt ist. Darf man als regelmäßiger Konsument aus medizinischen Gründen überhaupt Auto fahren?

  • Ob wohl meine chronischen Rückenschmerzen ausreichend für ein Rezept sind?:grübel: :lookaround:

    70% aller Patinenten sind Schmerzpatienen. Bei mir ist eine Diagnose Bandscheibenvorfall/Rückenschmerzen. Also, definitiv, ja, wenn du einen Arzt findest, der es dir verschreibt. Wenn du dann einen Antrag für die Krankenkasse benötigst, dass die die Kosten übernehmen sollen, dann einfach Bescheid sagen. Ich habe meinen Antrag selber geschrieben, der Arzt hat ihn unterschrieben und dann ab dafür. Der erste formlose Antrag wurde abgelehnt, dann habe ich das in die Hand genommen und den Arzt-Fragebogen der Krankenkasse selber beantwortet, mit Klage gedroht - fertig. Kostenübernahme für maximal 100 Gram im Monat.

    Danke dir für die ausführliche Antwort. Bei deiner Historie, kann ich mir vorstellen, sind bestimmt mehrere Ärzte gewillt, ein solches Rezept auszustellen. Meine Rückenschmerzen dauern seit bestimmt zehn Jahren an. Dass es mal eine Woche ohne Schmerzen gibt, ist eigentlich ausgeschlossen. Heute Nachmittag habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt. Bin mal gespannt was er dazu sagt, wenn ich ihn mit dem Thema konfrontiere. :victory:

  • Würde mich auch interessieren und von daher freuen, wenn Du berichterstattest.


    Bei mir ist Cannabis ja eigentlich auch prinzipiell indiziert. (Allerdings keine Schmerz-Indikation.) Beim Hausarzt habe ich noch nicht gefragt, aber die Fachärzte, die ich darauf angesprochen habe, haben bislang alle komplett abgewinkt, die waren nicht im Ansatz offen für die Idee.

  • Das ist das Problem. Viele Ärzte weigern sich. Ich habe 2 Jahre benötigt um das auf die Reihe zu bekommen.

    Führerschein? Ich mediziniere nicht, wenn ich Auto fahre. Und wenn es so sein sollte, dann ist der Wert sehr gering. Bei einer "allgemeinen Verkehrskontrolle" dürfen sie sowieso keine Pathologisch-Physiologischen Test machen, da es eine allgemeine Verkehrskontrolle ist. Wenn ich Schlangenlinien fahre ist das etwas anderes. Ich habe ein Rezept, die Kostenübernahme der Krankenkasse und die Rechnung der Apotheke immer dabei. Aber bekifft Auto fahren würde ich nie tun. Ausserdem bin ich selten echt bekifft, da ich Microdosing mache.

    Unter dem Einfluß von Opioiden darf man auch nicht Auto fahren. Und? Passiert trotzdem. Ich müsste keine MPU machen, sondern nur eine Fahrprobe ;)

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  • Das ganze ist nicht so richtig geregelt. Ich habe 16 Jahre Opioide genommen und hatte einen Opiat-Ausweis. Wenn ich Auto gefahren bin, weiss ich nicht, wie ein Polizist reagiert hätte. Eigentlich darf man fahren, wenn man gut eingestellt ist, es ist aber immer noch nicht gesetzlich geregelt.

    Aber das Problem haben auch IBU und andere Schmerzmittel, da steht in den Packungsbeilagen drin, das man Maschinen (Autos) nicht bedienen soll.