Straßenverkehr-Mecker-Thread

  • Würde ja bedeuten, dass man nicht mal die Motorhaube vom Auto vollständig sieht. Fahren nach Gehör?

  • Nee, 1 Meter Sichtweise wegen Nebel kann ich mir nicht vorstellen.


    Ich tippe eher auf "Brille und/oder Frontscheibe beschlagen".

  • Ey, leider kann man hier keine Videos posten. Die Sicht war teilweise wirklich unter 3 Meter. Absolut krass.

  • Habe das in Hannover Seelhorst auch streckenweise so erlebt "gestern". Wahnsinn!! Dann lass es 2 Meter gewesen sein, meinetwegen. Aber sowas habe ich vorher noch nicht gesehen! Bzw. nicht nicht gesehen :kopf:

  • Puh, das war schon krass. In einer kleineren Straße sah ich erst einen kleinen Feuerwerksvulkan aufleuchten, bevor ich dann auch die Menschen erahnen konnte...die waren wenige Meter vor dem Auto. Das war schon mehr als 1-2 Meter Sichtweise, dennoch übel, das Gefühl zu haben, man kann nicht mehr sicher sagen, was vor einem passiert.

  • Bin vorhin mit dem Fahrrad an mehreren parkenden Autos vorbei. Von hinten kam ein PKW, der offensichtlich noch zusätzlich an mir vorbei wollte. Ales der PKW schon fast auf meiner Höhe war, musste ich einem Gegenstand auf der Fahrbahn ausweichen. PKW qutescht sich trotzdem noch an mir vorbei und der Beifahrer brüllt mich aus dem offenne Fenster an. Ob ich bescheuert sei! ICH? ERNSTHAFT? Hätte ich eine Luftpumpe gehabt, wäre ich hinterhergefahren. Wie kann man so uneinsichtig sein? Da hat Fahrer*in den Feher gemacht und der Beifahrer pault mich an. :sauer:

    Wollte ich nur loswerden. Jetzt geht es mir besser.

  • Deswegen immer mit größerem Abstand an parkenden Autos vorbei radeln! Muss das Auto hinter dir halt erst mal hinterher schleichen, bevor es überholen kann. Deine Gesundheit ist wichtiger als seine gesparten 30 sec.

  • Bin letztens auch beim Fahren im Kreisverkehr höchst erfreut gewesen, dass mir ein in den Kreisverkehr einfahrender Automobilist erst die Vorfahrt nahm und mich zu einer Vollbremsung zwang, nur um mir ob meines etwas entrüsteten Gesichtsausdrucks danach den Mittelfinger zu zeigen und zu schimpfen. Das ist wirklich eine wunderbare Kombination, wenn der "Schuldige" einen danach auch noch beschimpft.

  • Donnergott Ist prinzipiell richtig, aber dann braucht man manchmal auch ein dickes Fell, denn einige Autofahrer fangen an rumzumotzen oder zu hupen.


    Genau wie bei Nichtbenutzung des (für Radfahrer erlaubten) Fußweges oder nicht per Schild gekennzeichneter Radwege. Habe bei letzterem auch schon mal einen entgegenkommenden (!) Autofahrer erlebt, der mich deshalb durch die heruntergelassene Seitenscheibe angepflaumt hat. Da war ich hier Richtung Norden unterwegs und der ehemalige Radweg endet im Nichts.

    Einmal editiert, zuletzt von bjk ()

  • Dickes Fell, da sachste was, bjk. Wenn die Fahrbahn enger wird, dann besetze ich mittlerweile die Fahrbahnmitte, egal ob der nachfolgende Autofahrer hupt oder nicht, da bin ich ganz bei Donnergott. Reiner Selbsterhaltungstrieb.

  • Habe ich in letzter Zeit auch mehrfach gemacht, weil ich mich von den mich überholenden Autofahrern regelrecht bedroht fühlte. Gehupt hat bisher noch keiner.

  • Dafür wird gerne Mal direkt im Anschluss Mal umso enger überholt. So mein Eindruck. Es ärgert mich immer sehr, wenn ich mein Handeln gegenüber solchen Leuten mangels Gelegenheit im Anschluss meist nicht erklären kann, damit zumindest theoretisch die Chance auf Einsicht besteht. Wie bei so vielen Sachen würde auch hier Mal ein Perspektivwechsel hilfreich sein. Einfach Mal eine Woche lang die mit dem Auto gefahren Strecke mit dem Rad zurücklegen und ich bin sicher, viele würden im Auto ganz anders agieren (anders herum wäre es sicherlich auch ganz sinnvoll).

  • Im Grunde genommen ist es sowieso egal, wie weit ein Radfahrer vom Fahrbahnrand entfernt fährt, da ein überholendes Auto ohnehin die Gegenfahrbahn oder zweite Spur (mit)benutzen muss, um die 1,50 Meter Sicherheitsabstand einzuhalten. Machen nur viele Autofahrer nicht.

  • Bin mir nicht sicher, ob ein Perspektivenwechsel wirklich zu Verhaltensänderungen führen würde. Asoziale Rüpel bleiben asoziale Rüpel, egal, ob sie im Auto oder auf dem Fahrrad sitzen.

  • Ruft oft aber gar nicht soooo positive Reaktionen hervor, wenn man fremde Autos berührt. Ist mir an Zebrastreifen auch schon passiert, wenn ich gegen Autos gelaufen bin.

  • Bin mir nicht sicher, ob ein Perspektivenwechsel wirklich zu Verhaltensänderungen führen würde. Asoziale Rüpel bleiben asoziale Rüpel, egal, ob sie im Auto oder auf dem Fahrrad sitzen.

    Klar erreicht man damit nicht bei jedem was. Aber bei manchen, die es vorher nicht besser wussten und "nur" sensibilisiert werden mussten, schon. Die müssen einfach Mal am eigenen Leib merken, wie scheiße manche Radwege sind, wie leicht man übersehen wird und wie es sich anfühlt, eng überholt zu werden etc. Ehrlich gesagt fahre ich jetzt nach fast einem Jahr berufstäglich auf dem Rad auch anders Auto als vorher. Nicht, dass vorher was passiert wäre, aber ich habe nun an viel mehr Stellen auf dem Schirm, wie leicht gefährliche Situationen entstehen können und habe mehr Verständnis für auf der Straße fahrende Radelnde. Und ich bin weniger "in Eile", weil ich nun ein langsameres Tempo gewohnt bin.


    Rick Linger Habe ehrlich gesagt zumindest drüber nachgedacht, mal aufs Dach zu hauen. Jeder hat ja so seine Eskalations-Phantasien (die nie umgesetzt werden) ... ;)

    Habe es aber letztendlich auch nie in die Tat umgesetzt. Habe es zum einen nicht "gewagt" und zum anderen sind die Situationen ja auch schnell wieder vorbei, sodass ich das kurzfristig entscheiden müsste. Und so schnell bin ich meist nicht im Entscheiden. Letztendlich würde es wohl auch nichts bringen im Sinne einer Verhaltensänderung. Da würden sachliche Argumente wohl mehr helfen. Aber die können an die Verursachenden wie gesagt nahezu nie überbracht werden. Mein Ausgangsproblem.


    Und am Ende besteht auch immer die Gefahr, dass ich mich bei so einer Aktion selbst lang mache. ;)