Straßenverkehr-Mecker-Thread

  • Gerade mal wieder eine interessante Begegnung mit einer Kampfradlerin gehabt...gemischter Fuß-und Radweg (heißt hier Begegnungszone, alle sind gleichrangig). Gehe am rechten Wegesrand, sie kommt mir entgegen und überholt zwei nebeneinander auf ihrer Wegesseite gehende Personen. Der Überholvorgang kann aber nur gelingen wenn ich zur Seite springe, was ich im letzten Moment auch tue. Was stimmt mit solchen Menschen nicht? :sauer:

  • Ich sagte ja schon mal, dass ich glaube, dass die Stärkeren immer (in einer gewissen Anzahl) doof handeln werden. In Deutschland sind das aktuell zumeist die Autofahrer, in Amsterdam fühlte ich mich aber zum Beispiel massiv von Radfahrern belästigt und gefährdet.

  • Mich nerven (als Treckerfahrer) Fußgänger, die komplett auf Ihren Vorrang verzichten.

    Das nervt mich komplett immer, unabhängig davon wie ich mich gerade fortbewege. Bis da jemand deutlich gemacht hat, dass er auf seine Vorfahrt verzichtet, wäre es schneller für alle gewesen, derjenige wäre einfach in der Zwischenzeit weitergefahren oder -gegangen.

    Extrem wird das Überqueren von Straßen manchmal mit Kindern. Da kommt ein einziges Auto. Der Fahrer sieht das Kind an der Straße, und hält sich irgendwie für zukunftsorientiert wenn er auf seine Vorfahrt verzichtet. Ganz anhalten will er aber nicht, weil er ja nicht wieder von Null beschleunigen will. Also wird das Tempo bis knapp über 0 km/h reduziert, er rollt auf einen zu und winkt wie blöde. Und ich erzähle den Kindern, sie sollen erst rüber wenn das Auto steht. Am Ende dauert alles für alle länger.

    Das ärgert mich auch immer wieder und finde es auch gefährlich, wenn man bzw. Kinder ohne Not vorgelassen wird/werden. Denn es kann dazu führen, dass man gar nicht mehr auf andere Autos achtet, wenn man "vorgewinkt" wird. Gewissermaßen versetzt einen die Situationen ja auch unter Druck, sich zu beeilen und möglicherweise nicht mehr ganz so gut aufzupassen, da man den Vorlassenden ja nicht länger als nötig warten lassen möchte.

  • Bin heute mal 'nen kleinen Umweg zur Arbeit über Luthe - Blumenau - Liethe gefahren, wo man als Radfahrer mal auf dem Fußweg fahren darf (in Blumenau undenkbar, weil nicht befahrbar und selbst für eine Fahrtrichtung zu schmal für Radfahrer und Fußgänger gleichzeitig)ü und dann gelegentlich per StVO dazu gezwungen wird, einen linksseitigen Rad- und Fußweg zu benutzen.

    Am Ortsausgang Luthe hat mich fast ein Transporter vom ProSenis plattgewalzt, weil sich der Fahrer offenbar im Tiefschlaf befand und ich mich so verhalten habe, wie die Hirnamputierten, die sich so einen Schrott ausdenken das für erforderlich halten (nach links auf den "Radweg").

    Der nächste neurale Aussetzer dieser Verkehrsfuzzis folgt in Fahrtrichtung Nord übrigens zwischen Blumenau und Liethe, wo der "Radweg" hier mehrere Meter von der Straße wegschwenkt und ich als Radfahrer den von hinten links abbiegenden, den von vorne rechts abbiegenden und den von links einbiegenden Autos Vorfahrt gewähren soll, obwohl ich einen straßenbegleitenden Radweg der Vorfahrtstraße nutze und diese Vorfahrtsregelung meines Wissens nach der StVO widerspricht.

    Wem kann ich auf den Tisch kacken, damit sich das mal ändert?

  • Eigentlich eine sehr transparente Möglichkeit, auf seine Nöte hinzuweisen.

  • ja, ganz gute idee mit der stadt wustorf. ich glaube aber, das bjk da teilweise nicht befriedigende antworten bekommen wird, eher so in richtung:

    sehr geehrter herr bjk, da können wir leider nix für sie tun , weil es sich hier um eine kreisstraße handelt und nicht unserer obhut unterliegt. zumindest bezogen auf die situation blumenau-liethe.

    ich kann mir bildlich vorstellen, wo du langgschüsselt bist. das ist echt ne katastrophe. von der sternenkreuzung luthe richtung blumenau fahr ich schon gar nicht mehr auf dem gestrichelten radweg auf der fahrbahn. da wirst du von hinten angehupt und ohne abstand überholt.

    übrigens: wenn du die strecke bis ende liethe überlebt hast: welcher honk hat eigentlich die reifenspur im frischen beton auf dem radweg richtung bordenau/poggenhagen hinterlassen?:D

  • mehrere Meter von der Straße wegschwenkt und ich als Radfahrer den von hinten links abbiegenden, den von vorne rechts abbiegenden und den von links einbiegenden Autos Vorfahrt gewähren soll

    Wenn ich mir das auf Maps ansehe, so denke ich nicht, dass es die Verkehrssicherheit erhöhen würde, wenn du als Radfahrer dort Vorfahrt bekämst. Gerade bei den Abbiegern von hinten links hätte ich große Bedenken, ob die nach dem Abbiegen damit rechnen würden, dass da noch querende Radfahrer vorfahrtsberechtigt wären.

  • Einmündungen sind natürlich generell Gefahrenstellen. Hier sehe ich aber durch die Verschwenkung des Radwegs eine besondere Gefahr. Die Linksabbieger konzentrieren sich auf den Gegenverkehr und haben den Radweg nicht im Hauptblickfeld, bevor sie abbiegen.

    Wenn du Vorfahrt auch für die Radfahrer möchtest, müsste die Verschwenkung weg und der Radweg weiter parallel zur Hauptstraße geführt werden.

  • Wenn du Vorfahrt auch für die Radfahrer möchtest, müsste die Verschwenkung weg und der Radweg weiter parallel zur Hauptstraße geführt werden.

    Die Verschwenkung ist eigentlich super, weil sie dazu führt, dass Rechtsabbieger die rechts neben ihnen fahrenden Radfahrer besser/länger sehen können, die Toter-Winkel-Problematik wird entschärft. Pokalheld hat dazu sicherlich hilfreiche Grafiken/Youtube-Machwerke.

  • Aussagen wie Deine machen mich noch wütender als der oben erwähnte Verkehrsschwachsinn. Ja, natürlich sollte ein Autofahrer sein Gehirn überhaupt nicht mehr benutzen und maximal noch geradeaus schauen müssen. Sonst geht's bei Dir noch, ja?

  • bjk, was soll diese unnötige Schärfe? Natürlich machen Menschen Fehler, selbst dem aufmerksamsten Verkehrsteilnehmer kann dies passieren. Deswegen sollte bei der Straßenplanung so weit möglich darauf geachtet werden, dass Augenblickversagen nicht zu tödlichen Unfällen führt. "Ich hatte Vorfahrt und der andere war schuld" auf dem Grabstein nützt hinterher niemandem mehr.

  • Deswegen sollte bei der Straßenplanung so weit möglich darauf geachtet werden, dass Augenblickversagen nicht zu tödlichen Unfällen führt.

    Nochmal: Die Straßenplanung ist super. Das Problem ist:

    Die Linksabbieger konzentrieren sich auf den Gegenverkehr

    Nicht die Planung ist gefährlich, sondern der unaufmerksame Verkehrsteilnehmer.

  • bjk, was soll diese unnötige Schärfe?

    Die Schärfe kommt daher, dass Du Blödsinn schreibst. Da gibt es einen Linksabbieger, auf dem die Autofahrer bis zum Sanktnimmerleinstag darauf warten könnten, bis sie abbiegen können. Nach Deiner Logik ist ein Autofahrer damit überfordert, den Gegenverkehr abzuwarten und anschließend zu schauen, ob ein (im Verhältnis zum Kfz langsam fahrender) Radfahrer kommt. Davon abgesehen könnte der Autofahrer abbiegen, hätte dann direkt nach der Einmündung den Radfahrer direkt vor sich und könnte sogar dort anhalten.
    Aber Du forderst ja anscheinend außerdem, dass der Autofahrer so dement sein darf und den vorher die ganze Zeit parallel zur Straße verlaufenden Radweg bereits vergessen oder überhaupt nicht gesehen haben darf. Großartig. Der Radfahrer hingegen soll bis zu drei weit schneller als er fahrende und für ihn weitaus gefährlichere Fahrzeuge gleichzeitig beachten. Das ist Deiner Logik nach dann sicherer für ihn. Merkste selbst, ne?

    "Ich hatte Vorfahrt und der andere war schuld" auf dem Grabstein nützt hinterher niemandem mehr.

    Ich fahre über 18.000 Kilometer Fahrrad pro Jahr. Ich kann mir bei Deinen Beiträgen in Sachen Radverkehr nicht vorstellen, dass Du irgendeine Ahnung davon hast, wie wertvoll dieser unheimlich tiefsinnige Ratschlag für mich ist.