Straßenverkehr-Mecker-Thread

  • "Halbe Stunde sparen von H nach B"


    Das macht grob einen 120er Schnitt (sehr schwer zu schaffen) überschlagen 15€ mehr Spritkosten pro Fahrt. Plus höherer Verschleiß des Autos.



    Ich weiß ja nicht, ob sich das lohnt und ob das wirtschaftlich ist.

    Einmal editiert, zuletzt von andro96 ()

  • Meine VT: Die Elektroautolobby wünscht sich 130 herbei, weil die Schlurren trotz 200 PS praktikabel nur 170 auf die Bahn bringen.

  • Die Idee, Leistungsträger nicht überzuregulieren, ist schon so absurd, dass man das ironisch meinen kann. Kannst Du als Meme an Extra3 schicken.


    Jetzt mal so ohne Schnickschnack: Ich bin ja für ein Tempolimit zu haben, muss aber auch nicht weinen, wenn es keins gibt. Mich fasziniert bei diesem Thema vor allem die Fantasie der Limitgegner, wenn es um Gründe fürs egogetriebene Heizen geht. „Freiheit“ finde ich ja bekanntlich unpassend - einige Dinge, die du ins Feld führst, gefallen mir besser, weil ehrlich.


    Das Milchmädchending mit den Steuern aber war peinlich.

  • Es muss eine Lösung her.


    Immer mehr Autos mit freien Menschen drin kann sie nicht sein. Davon bin ich überzeugt.


    Eine mögliche wäre diese:


    Rettung durch "rollende Smartphones"


    "Ford wäre allerdings ein miserabler Automanager, hätte er nicht Lösungen parat. Darin spielen Autos natürlich weiterhin die Hauptrolle - schlaue Autos. Geht es nach Ford, ist jeder Wagen Teil eines riesigen Netzwerks. Sie kommunizieren miteinander und steuern automatisch freie Wege und Parkplätze an. Diese Fahrzeuge drängeln weder, noch missachten sie Sicherheitsabstände oder Reißverschlussverfahren. Kurz: Sie fahren so, dass der Verkehr fließt. Und meistern somit eine Herausforderung, der der Mensch nicht gewachsen zu sein scheint."


    Verkehrskonzepte der Zukunft
    Apokalypse Stau


    Chaos auf den Straßen, endlose Staus: Vier Milliarden Fahrzeuge werden wohl im Jahr 2050 auf der Erde rollen. Jüngst hat selbst ein prominenter Automanager vor dem "globalen Verkehrsinfarkt" gewarnt. Der könnte sogar das Ende des kapitalistischen Systems bedeuten, sagt ein Experte.(ein Urenkel von Henry Ford) Spiegel 2012


    Aber das wird noch ein langer Weg.
    Spätestens wenn der Infarkt da ist, muss eine Lösung her.


    Keine Ahnung, wie lange der Verbrennungsmotor noch eine so starke Lobby hat.


    Ich sehe da mit das Hauptproblem.

  • Auch wenn ich vermute, dass es der Lösung des Problems nicht zuträglich ist, kann ich bestätigen, die Strecke Hannover-Berlin auch mit einem Auto, dass Spitze nur 140 geschafft hat, schon in unter zweieinhalb Stunden gefahren zu sein. Da lag ich ebenfalls problemlos bei 120 Durchschnitt, ohne langsame Stücke durch Stücke mit sehr hoher Geschwindigkeit ausgeglichen haben zu müssen. Das war allerdings auch auf nahezu leerer Strecke und in der Zeit, als es von Braunschweig bis Berlin kein Tempolimit gab.

  • Zitat von theMenace

    Ich finde es ja eher naheliegend, dass Zeitersparnis in den meisten Fällen ökoomisch sinnvoll ist.


    Ich würde sogar soweit gehen, dass es ökonomisch alternativlos ist!
    Überleg auch mal, ob Du in Zukunft keine ganzen Sätze m. schr., sond. n. Abk., d. sp. Du mind. 2 Std. a. T..


    Grundsätzlich sollten wir alle viel ökonomischer denken. Dieser ganze Blödsinn mit Anschnallen, Schulterblick, etc. kostet nur unnötig Zeit. Wenn man das weglässt und die Ersparnis über 12 Jahre summiert, kann man wohl mit Recht davon ausgehen, ganz locker 1 Klienten mehr abhandeln zu können.
    Oder wir machen den Motor nicht mehr aus, dann muss man ihn vor der Fahrt nicht immer zeitaufwendig starten.


    Und wieso sollten Sicherheit oder Ökologie der Ökonomie den Rang ablaufen? Was ein widersinniger Gedanke.

  • Von der Messe H bis Messe B sind's tatsächlich 2,5 Stunden normales fahren. Das in 2 Stunden zu schaffen, regelmäßig über das Jahr in 200 ? Fahrten halte ich für nicht möglich. Insbesondere zu "normalen" Zeiten, sprich Berufsverkehr.


    Aber gut. Prickel bringts auf den Punkt.


    PS


    Warum bloß haben die auf der Strecke Tempolimits eingeführt, warum bloß?

    Einmal editiert, zuletzt von andro96 ()

  • Weil es sinnvoll und angebracht ist. Aber darum geht es doch auch gar nicht. Nicht in der theoretischen Diskussion, wie schnell man nach Berlin fahren kann und nicht in der generellen Diskussion. Ich habe jedenfalls von theMenace keine Forderung nach Abschaffung aller Tempolimits gelesen. Wir drehen uns doch im Kreis, solange die eine Seite behauptet, dass 200 km/h immer ein zu hohes Risiko darstellen und die andere Seite behauptet, dass 200 km/h in vielen Situationen total gut beherrschbar sind. Und ich nehme auch an, dass wir diese Risikoanalyse weder durchführen noch konsensual klären können.

  • Hm. Da bin ich nicht ganz bei Dir.
    Ich habe damit argumentiert, dass Geschwindigkeiten jenseits der 200 in meinen Augen so hoch sind, dass auch geübte Fahrer auf unvorhersehbare Situationen nicht angemessen reagieren können, was beim Straßenverkehr naturgemäß das Risiko birgt, nicht nur sich selber, sondern auch andere Menschen postnatal abzutreiben.


    Du kamst ja mit der Ökonomie um die Ecke.

  • Aber ist es denn nicht so, dass man verschiedene Einflussfaktoren gegeneinander abwägen muss? Tut doch auch jeder, der 130 fordert. Sonst müsste er weniger fordern, weil weniger aus der reinen Perspektive der Sicherheit hier deutlich mehr wäre. Jedoch meint jeder, der 130 fordert, dass 130 einen angemessenen Kompromiss aus z.B. Ökonomie, Ökologie und Sicherheit darstellt. Derjenige sagt doch auch "Du wirst schon noch rechtzeitig ankommen, die Zeitersparnis ist gar nicht so groß." und fällt damit ein Urteil über den Teilaspekt der Ökonomie. Selbiges darf doch auch jemand, der für ein zeitweises (!) Fahren von 200 ist, tun, ohne dass man ihm pauschal den gesunden Menschenverstand absprechen muss.

  • Wäre 130 eigentlich immernoch die höchst erlaubte Geschwindigkeit weltweit?


    Und als Zahl weiter 130 zu bereden ist doch als Kompromiss OK, weil es ja als Richtgeschwindigkeit schon einen Hintergrund hat.

  • Nein. Italien z.T. 150 km/h, Polen überall 140 km/h, in den USA teilweise knapp 140 km/h (Quelle jeweils wikipedia).
    Viel wahnsinniger dürfte es sein, dass in Namibia außerorts auf allen befestigten Straßen 120 km/h gelten, die haben nämlich fast keine Autobahnen.

  • Nahezu die einzigen, die sich in Namibia in der Geschwindigkeit vertun, sind Touris.
    Auf den gravel roads tut man gut daran, auch bei feinstem Wetter schön mit max. 50-60 unterwegs zu sein. Zumindest auf den B- und C-Straßen. Bei Version D darf es auch gerne mal 30 sein.
    Um Windhoek herum sind die Straßen tatsächlich ok, auch Abschnitte im Norden gehen, aber die meisten Strecken fährt man am besten gaaaanz vorsichtig und aufmerksam.

  • In Namibia fahren Menschen langsamer als sie dürften, weil es bei den Gegebenheiten anzuraten ist? Und in Deutschland braucht es ein generelles Tempolimit, damit Menschen so schnell fahren, wie es bei den Gegebenheiten anzuraten ist?

  • In Namibia fahren Menschen langsamer als sie dürften, weil es bei den Gegebenheiten anzuraten ist? Und in Deutschland braucht es ein generelles Tempolimit, damit Menschen so schnell fahren, wie es bei den Gegebenheiten anzuraten ist?


    In Namibia fahren die Leute so, dass sie beim Eintritt unvorhersehbarer Situationen angemessen reagieren können. :D
    Man möchte auf einer Straße nicht mit 80 urplötzlich in ein Schlagloch mit den Ausmaßen eines Schützengrabens ballern.


    PS: Und dass einem eine Scheißgiraffe vor den Kühler latscht, will man auch nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von prickelpit96 ()

  • Und wieso sollten Menschen in Deutschland dann nicht auch so fahren können, ohne dass das durch ein generelles Tempolimit scheinbar erzwungen wird?