Straßenverkehr-Mecker-Thread

  • Ich hab erst im Nachgang mal meine grauen Zellen angeschmissen: du fährst wirklich die Marathon - Distanz im Schnitt jeden Tag im Jahr, also 42 Km? :anbeten::respekt::king:


    Ich kenne "solche Menschen" nur aus dem Fernsehen, wenn überhaupt.


    Und - das erklärt natürlich manchen Beitrag über irgendeinen Temposchnitt aus deiner Feder, den ich für "normale Menschen" nie als Maßstab ernst nehmen konnte. Du weisst wahrscheinlich wirklich nicht in welchen körperlichen Zustand sich die meisten 'bewegen'. :lookaround:


    Ich finde deine beschriebene Situation deshalb aber umso unverständlicher! - Die Klingel ist Gott, für den Radfahrer im Konflikte mit Fußgängern. Deine Situation ist so alltäglich, wie ganz einfach vermeidbar. Ich verstehe es quasi nicht, weil das Kindergarten-Wissen für Radfahrer ist, oder sein sollte.

  • Ich frage mich wie es zeitlich möglich ist sowohl 15.000 km im Jahr zu radeln, als auch die anderen Verkehrsteilnehmer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Ich dachte ich würde viel radeln (ca 4.500 km/Jahr), da ist mir das schon zu zeitaufwändig den Eklärbär zu geben. Und leider nutzlos.

  • Die Gespräche gingen nicht von mir aus. Gestern musste ich dreißig Meter weiter an einer roten Ampel halten, der Typ kam zu mir und redete auf mich ein.

    Bei der Begegnung mit dem Geisterfahrer, der mich auf den Fußweg abdrängen wollte, habe ich angehalten, weil er nicht ausgewichen ist und ihm dann erwidert, dass dort (Radwegbreite ca. 80 Zentimeter) kein linksseitiger Radweg ist. Da fing dann direkt die Schreierei an.

    - "Da vorne steht ein Schild!" (etwa fünf Querstraßen weiter, das es erlaubt, von Schulenburger Landstraße bis Kurländer Weg den dort sehr viel breiteren Radweg auf der Südseite in beide Richtungen zu benutzen)

    - "Ihr (?) müsst mal aufhören, uns (?) belehren zu wollen!"

    - "Junge, lies Schilder!"


    Aber es stimmt. Das bringt alles nichts, wenn die Leute so auf Krawall gebürstet sind.

    Nächstes Mal hole ich einfach utze.

  • Hier in der Grafschaft kennen die Fußgänger keine Fahrradklingel.

    Ich denke daran mir eine Lederpeitsche zuzulegen.

  • Der Zwischenschritt wäre die Spurcycle Bell, die habe ich dran. Sehr gut hörbares und lange hallendes Teil, für Gelegenheitsfahrer aber möglicherweise etwas sehr teuer. Manche Leute springen zur Seite (ohne Übertreibung), wahrscheinlich weil sie glauben, ich wäre schon direkt hinter ihnen, obwohl ich noch 20 Meter entfernt bin.

  • Beim Benutzen der Fahrradklingel ist es auch immer wichtig, den Zeitbedarf beim Beklingelten für den Prozess


    - Geräusch hören;

    - Geräusch als artifiziell und nicht durch Vögel, Wind oder den heiligen Geist entstanden einordnen;

    - Wahrnehmung in erste Bewegung umsetzen: Umdrehen, denn es ist gegen jedes Gesetz, einfach zur Seite zu gehen. Der Beklingelte hat sich umzudrehen, um zu schauen, ob tatsächlich eine Fahrradklingel das Geräusch erzeugt hat. Vielleicht war es doch der heilige Geist - also ist ein optischer Abgleich erforderlich;

    - interne Einschätzung, ob der Umstand, dass es sich um einen Fahrradfahrer handelt, ausreichend für eine Bewegung zur Seite ist;

    - Übersetzung der Entscheidung "hm, na gut, ich will mal nicht so sein" vom limbischen System über die Nervenbahnen in unzählige Muselgruppen;

    - langsamer Schritt zur Seite (bei mehreren Beklingelten selbstredend immer in zwei unterschiedliche Richtungen;

    - entschuldigendes Lächeln in Richtung des bereits angehaltenen Radfahrer.


    von ca. 15 Minuten mit einzuberechnen.

  • Ich weiß, dass es eigentlich falsch ist, aber ich neige dazu, einfach schnell an menschlichen Hindernissen vorbeizuradeln, die mir den Rücken zukehren, denn die Erfahrung zeigt, dass das angeklingelte Hindernis zu 96% den Schritt in die Richtung macht, in die ich ausweichen wollte.

  • So nämlich 535.

    Das Belehren mache ich in anderen Zusammenhängen.

    Im Straßenverkehr versuche ich möglichst defensiv zu fahren. Ich verzichte lieber einmal mehr auf RvL oder die freie Fahrt, wenn das Hindernis auf der anderen Seite ist und der Autofahrende natürlich nicht abwarten kann, bis ich vorbeigezuckelt bin. Lieber lächel' und winke ich, als dass ich unter dem Auto liege und im Himmel sagen kann: "Ich hatte aber RECHT!!!"

    Bei Fußgehenden sage ich immer artig danke, wenn sie auf mein sanftes Klingeln reagieren.


    ABER: Es gibt erstaunlich viele Verkehrsteilnehmer (grundsätzlich männlich, Quelle: ich), die sich nicht regelkonform verhalten und dann aber trotzdem ihre Tirade mit "Du Idiot" anfangen. Darauf dann nicht mit der Luftpumpe zu reagieren, fällt mir schwer.

    (BJK: Luftpumpe war Locke!)

  • Hier in der Grafschaft kennen die Fußgänger keine Fahrradklingel.

    Ich denke daran mir eine Lederpeitsche zuzulegen.


    Ich hätte gern so was an meinem Lenker montiert, um die Snombies vor mir wachküssen zu können:

  • Das ist so genau beschrieben, da reicht ein "Gefällt mir " nicht aus.:ja: