Es ist zwar schon ein paar Tage her, wurde hier aber noch nicht erwähnt: Hannover 96 und Gerhard Zuber einigten sich auf einen neuen Vertrag bis ins Jahr 2023. Nach der ganzen Vorgeschichte (Hannover 96 wollte sich von Zuber trennen, dieser wollte aber nicht gehen und ließ vor Gericht feststellen, dass sein Vertrag bei den Roten unbefristet gültig ist - kurz darauf stellte Hannover 96 Jan Schlaudraff als Sportdirektor frei und präsentierte Zuber als seinen kommissarischen Ersatz), ist dies durchaus eine kuriose Schlagzeile.
Das Beispiel "Zuber" macht offenbar Schule: Nun will auch der jüngst freigestellte Sportdirektor Jan Schlaudraff gegen Hannover 96 klagen. Wie schon Gerhard Zuber (der nach seiner Freistellung inzwischen wieder für Hannover 96 tätig ist) hat auch die Klage Schlaudraffs auf eine Entfristung seines Arbeitsvertrages (und Wiedereinstellung) zum Ziel.
Hannover 96 legt im Rechtsstreit mit seinem Sportchef Gerry Zuber Berufung ein. Im Rechtsstreit geht es um die Vertragslaufzeit des zwischendurch freigestellten und nun wieder "reaktivierten" Sportchefs - Hannover 96 wollte ihn eigentlich los werden.
Diese Meldung kommt aus heiterem Himmel: Torwarttrainer und Identifikationsfigur Jörg Sievers steht bei Hannover 96 offenbar vor dem Absprung. Wie vermeldet wird, zieht es die 96-Legende zum ehemaligen 96er Daniel Stendel nach Schottland, der dort den Erstligisten Heart of Midlothian trainiert.
Ohne dazu zunächst eine offizielle Stellungnahme abzugeben, hat Hannover 96 nun doch den laufenden Vertrag mit Horst Heldt vorzeitig aufgelöst. Dieser wurde im April von seiner Tätigkeit als Sportdirektor von Hannover 96 freigestellt und erhält seitdem weiterhin seine normalen Bezüge. Damit ist nun bzw. bereits seit Anfang Oktober Schluss: Der Vertrag wurde aufgelöst; Heldt bekommt dafür eine Abfindungszahlung. Er verzichtet damit einerseits auf das Gehalt, kann andererseits aber eine neue Tätigkeit aufnehmen.
Es rumort derzeit hinter den Kulissen bei Hannover 96. Und das nicht nur aufgrund der sportlichen Talfahrt und der Trainersuche, sondern auch aufgrund von Differenzen zwischen den Gesellschaftern. Aus vier Investoren wurden in der Folge nur noch drei.