Martin Kind ist am kommenden Samstag ab 22.45 Uhr zu Gast im Sportstudio des ZDF. Der ehemalige Vereinspräsident von Hannover 96, der aber weiterhin unter anderem Geschäftsführer der Profigesellschaft der Roten ist, wird dabei sicherlich mit Fragen zur sportlichen Talfahrt sowie zur Suche nach einem neuen Sportdirektor konfrontiert.
Während Hannover 96 derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger von Horst Heldt als Sportdirektor ist, ist der Assistent des künftigen Sportdirektors bereits gefunden. Es handelt sich dabei um den ehemaligen 96-Profi Jan Schlaudraff (35).
Er soll nun zusammen mit (Interims-)Sportdirektor Gerry Zuber (der vermutlich gehen wird, sobald der neue Sportdirektor gefunden ist) und in Absprache mit Martin Kind die Planungen für die kommende Saison vorantreiben.
Im Zusammenhang mit der Pressemitteilung zur Entlassung von Sportdirektor Horst Heldt kündigte Hannover 96 auch zweierlei an: Zum einen werde man einen neuen Sportdirektor zeitnah verpflichten und zum anderen werde man sich nicht an Spekulationen zu möglichen Kandidaten beteiligen.
Schnell strafte sich Hannover 96 durch Äußerungen von Klubboss Martin Kind selbst Lügen. Nicht zum ersten Mal entspricht man damit nicht seinen eigenen Ansprüchen.
Zwei Mal wollte er weg (ein Mal nach Wolfsburg, ein Mal nach Köln), was jeweils am Veto von 96-Chef Martin Kind scheiterte, nun soll er gehen: Sportdirektor Horst Heldt.
Wie Hannover 96 heute mitteilte, trennt sich der Klub vom 49-Jährigen. Dabei war ihm vor nicht allzu langer Zeit von Martin Kind sogar noch der Aufstieg auf einen Geschäftsführerposten in Aussicht gestellt worden. Doch dazu kam es nie...
Das gab es bei Hannover 96 so auch noch nicht - zumindest nicht öffentlich: Geschäftsführer Martin Kind untersagte dem Trainer Thomas Doll vor dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg den Einsatz eines bestimmten Spielers. Und das laut verschiedener Presseberichte sogar schriftlich. Das wurde von Martin Kind auf Nachfrage auch bereits ausdrücklich bestätigt.
Bei der Mitgliederversammlung von Hannover 96 setzten sich am Samstagnachmittag die Kandidierenden der "Kind-kritischen" IG Pro Verein 1896 durch. Alle fünf Posten des Aufsichtsrates sind nun mit von der IG empfohlenen Personen besetzt: Carsten Linke, Jens Boldt, Nathalie Wartmann, Ralf Nestler und Lasse Gutsch.